Raumluftmessung auf Asbest in München: Gewissheit, dass die Luft sauber ist
Eine Raumluftmessung zeigt, ob Asbestfasern in der Luft sind. Nach einer Asbestsanierung ist sie als Freimessung die Voraussetzung dafür, dass Räume wieder genutzt werden dürfen. Die Gudness GmbH aus Dachau organisiert die Messung nach VDI 3492 – mit Analyse im akkreditierten Labor.

Raumluftmessung: Das Wichtigste in Kürze
- Was misst eine Raumluftmessung? Wie viele Asbestfasern sich in der Luft eines Raums befinden.
- Wann ist sie Pflicht? Nach der Sanierung von schwach gebundenem Asbest: Erst eine bestandene Freimessung nach VDI 3492 gibt die Räume wieder frei.
- Wann ist sie sinnvoll? Wenn ein asbesthaltiges Bauteil beschädigt wurde oder Sie vor Kauf oder Einzug sichergehen wollen.
- Wann gilt ein Raum als frei? Wenn die Faserkonzentration unter dem Sanierungsziel von 500 Fasern pro Kubikmeter Luft liegt und der obere Poisson-Wert höchstens 1.000 Fasern pro Kubikmeter beträgt.
- Wie lange dauert es? Gemessen wird über Nacht. Am Morgen wird der Filter abgeholt, das Ergebnis liegt in der Regel gegen Mittag vor.
Wann ist eine Raumluftmessung nötig?
Freimessung nach der Sanierung
Nach großen Maßnahmen im Schwarzbereich (TRGS 519 Nr. 14.1 bis 14.3) vorgeschrieben – erst danach darf der Bereich geöffnet und wieder genutzt werden.
Nach einer Beschädigung
Wurde in asbesthaltige Platten gebohrt oder ein Bauteil zerbrochen, zeigt die Messung, ob Fasern in der Luft sind.
Vor Kauf oder Einzug
Bei älteren Gebäuden mit Verdacht auf schwach gebundenen Asbest schafft eine Messung Klarheit, bevor Sie einziehen.
Kontrolle in genutzten Gebäuden
In Büros, Schulen oder Hallen mit bekannten Asbestbauteilen lässt sich regelmäßig prüfen, ob die Luft unbelastet bleibt.
Raumluftmessung oder Materialprobe: Was brauche ich?
Raumluftmessung
Frage: Sind Asbestfasern in der Luft?
Richtig nach einer Beschädigung oder als Freimessung nach VDI 3492 nach der Sanierung.
Materialprobe
Frage: Enthält dieses Bauteil Asbest?
Richtig vor Umbau, Kauf oder Abbruch – also bevor gearbeitet wird.
Zur ProbenahmeWie funktioniert eine Raumluftmessung?
So sieht der Aufbau einer Freimessung nach VDI 3492 aus – im Beispiel, nachdem keramische Bodenfliesen entfernt und ihr asbesthaltiger Fliesenkleber vom Estrich abgeschliffen wurde. Betreten wird der Bereich über die Drei-Kammer-Schleuse:
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Ziehen zum Drehen, Nummer oder Liste antippen für Details.
Messrohr mit Filter
Aus dem Messgerät führt ein etwa 1,50 m hohes Messrohr nach oben. Oben ist es um 180 Grad gebogen, dort hängt der Filterhalter mit der Öffnung nach unten. Auf dem Filter lagern sich die Fasern aus der angesaugten Luft ab. Im Modell sieht man erst das kurze Aufwirbeln durch den Ventilator und danach die Partikel, die zum Filter gezogen werden.
Messgerät mit Pumpe
Die Pumpe im Messgerät saugt mit 8 Litern pro Minute eine genau gemessene Luftmenge durch den Filter. Üblich ist eine Messdauer von 8 Stunden – das sind rund 3,84 m³ Luft. In Ausnahmefällen kann auch 3 oder 4 Stunden gemessen werden, immer mit 8 Litern pro Minute. Messungen unter 3 Stunden sind nicht VDI-konform. Aus der Luftmenge und der Zahl der Fasern auf dem Filter ergibt sich die Konzentration in Fasern pro Kubikmeter.
Nutzungssimulation
Kurz bevor die Messung startet, wird die Nutzung des Raums nachgestellt: Abgelagerte Fasern werden aufgewirbelt – so wie später beim Betreten und Benutzen des Raums. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel einen Ventilator oder ein Gebläse, einen Föhn, das Fächeln mit einem Klemmbrett oder einen Ball, den man auf dem Boden aufspringen lässt. Im Modell ist ein Ventilator zu sehen. Danach läuft die eigentliche Messung über Nacht.
Mehrere Messpunkte
Wie viele Messpunkte nötig sind, richtet sich nach der VDI 3492 und nach Größe und Zuschnitt des Bereichs. Als Anhaltspunkt gilt: bis 10 m² Bodenfläche ein Messpunkt, bei 10 bis 100 m² je nach Raumsituation zwei oder drei Messpunkte. Je größer die Fläche, desto mehr Messpunkte werden für die Freimessung eingerichtet – so wird der ganze Bereich erfasst und nicht nur eine Ecke.
Auswertung im Labor
Unter 500 Fasern/m³, Poisson-Obergrenze bis 1.000Nach der Messung wird der Filter verschlossen aus dem Filterhalter genommen und ins Labor gebracht. Bei uns wertet ihn ein akkreditiertes Labor aus, das SGS Institut Fresenius in München. Dort werden die Fasern unter dem Rasterelektronenmikroskop gezählt und bestimmt. Für die Freigabe müssen zwei Kriterien erfüllt sein: Die Asbestfaserkonzentration liegt unter dem Sanierungsziel von 500 Fasern pro Kubikmeter, und der obere Poisson-Wert beträgt höchstens 1.000 Fasern pro Kubikmeter.
Wie läuft eine Raumluftmessung nach VDI 3492 ab?
Vorgespräch
Wir klären Anlass, Räume und Zeitpunkt und legen die Zahl der Messpunkte fest.
Nutzungssimulation
Kurz vor der Messung wird der Raum künstlich „belebt“, damit abgelagerte Fasern aufgewirbelt werden – so wie bei normaler Nutzung. Das geht zum Beispiel mit Ventilator, Föhn, Klemmbrett oder einem aufspringenden Ball.
Probenahme der Luft
Eine Pumpe saugt über Nacht ein festgelegtes Luftvolumen durch einen Filter.
Laboranalyse
Der Filter wird im akkreditierten Labor – bei uns das SGS Institut Fresenius in München – unter dem Rasterelektronenmikroskop ausgezählt.
Messbericht
Sie erhalten den Bericht mit Faserkonzentration und Bewertung – bei der Freimessung die Freigabe der Räume.

Was steht im Messbericht?
- Anlass, Datum und Messpunkte mit Lageplan
- Angesaugtes Luftvolumen und Messdauer
- Asbestfaserkonzentration in Fasern pro m³
- Bewertung: Sanierungsziel erreicht oder nicht
- Bei Bedarf: Empfehlung für die nächsten Schritte
Unsere Partner für Messung und Labor
Mit diesen Fachfirmen und Laboren arbeiten wir eng zusammen. Die Abstimmung liegt bei uns – Sie haben einen Ansprechpartner.
- MME Messtechnik GmbH (öffnet in neuem Fenster)Raumluftmessungen auf Asbest- und KMF-FasernHohenkammer
- SGS Institut Fresenius (öffnet in neuem Fenster)Akkreditiertes Labor für Material- und LuftprobenMünchen
Fragen zur Raumluftmessung
Wann ist eine Freimessung vorgeschrieben?
Bei großen Maßnahmen nach TRGS 519 Nr. 14.1 bis 14.3 – mit abgeschottetem Schwarzbereich und Drei-Kammer-Schleuse – ist die Freimessung nach VDI 3492 zwingend vorgeschrieben: Ohne bestandene Freimessung darf der Schwarzbereich nicht geöffnet werden. Das kann auch bei fest gebundenem Asbest wie Asbestzement nötig sein, etwa wenn er gebrochen werden muss. Entscheidend ist, unter welche Nummer der TRGS 519 die Arbeit fällt. Ob der Asbest fest oder schwach gebunden ist, gibt nur eine erste Orientierung. Typische Fälle sind Spritzasbest oder Asbestpappen. Bei kleineren Arbeiten an Asbestzement genügt meist eine Sichtprüfung durch den Sachkundigen.
Welcher Wert muss unterschritten werden?
Es gibt zwei Akzeptanzkriterien: Die Konzentration muss unter dem Sanierungsziel von 500 Asbestfasern pro Kubikmeter Luft liegen, und der obere Poisson-Wert (die statistische Obergrenze des Messwerts) darf höchstens 1.000 Fasern pro Kubikmeter betragen. Der Messbericht weist beides aus.
Ersetzt eine Raumluftmessung die Materialprobe?
Nein. Die Raumluftmessung zeigt, ob Fasern in der Luft sind. Ob ein Bauteil Asbest enthält, klärt nur eine Materialprobe.
Müssen wir während der Messung das Haus verlassen?
Die gemessenen Räume dürfen während der Messung nicht betreten werden. Den Rest des Gebäudes können Sie in der Regel normal nutzen.
Wer führt die Messung durch?
Unser Partner-Messinstitut, die MME Messtechnik GmbH, führt die Messung nach VDI 3492 durch. Wir organisieren Termin und Ablauf – das Ergebnis haben Sie meist am Tag nach dem Messbeginn gegen Mittag.
Raumluftmessung in München anfragen
Sagen Sie uns kurz, wo und warum gemessen werden soll. Wir melden uns mit einem Termin und Festpreis.
